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Husum

Schobüller Badebrücke und Watt

Guten Morgen Hildegard
EDITION | KLEINE MEERESBILDER

Wintermorgen in Husum

Schobüller Seebrücke und Watt

Auflaufendes Wasser am Dockkoog
Zu meiner fotografischen Arbeit in Husum
Husum liegt eingebettet in eine karge nordfriesische Küstenlandschaft. Stadt, Hafen, Dockkoog und Husumer Bucht liegen dicht beieinander und prägen den Ort auf unterschiedliche Weise. Bei Ebbe fällt das Watt weit trocken, bei Flut verändert sich der Raum vollständig.
Fotografisch entsteht daraus kein spektakulärer Küstenort, sondern ein vielschichtiger Übergangsraum zwischen Stadt und Meer.
Besonders prägend sind die nordseetypischen Lichtstimmungen.
Das Licht wechselt schnell, oft innerhalb weniger Minuten. Wolken, Wind und offene Horizonte sorgen für feine Abstufungen statt harter Kontraste.
In Husum entscheidet Aufmerksamkeit über das Bild. Nicht der Moment mit maximalem Effekt ist entscheidend, sondern oft die kurzen Phasen dazwischen, in denen sich Licht, Farbe und Struktur neu ordnen.
Die Innenstadt mit ihren schmalen Gassen bietet dabei einen bewussten Gegenpol zur offenen Landschaft. Die Häuser sind deutlich bunter, als es der alte Beiname „graue Stadt am Meer“ nahelegt.
Gerade in Verbindung mit wechselndem Tageslicht oder künstlicher Beleuchtung entsteht hier immer wieder eine klare Farbigkeit, die fotografisch lange unterschätzt wurde.
Der Dockkoog als Badestelle an der Husumer Bucht erweitert diesen Stadtraum Richtung Meer.
Ebbe und Flut verändern Wasserlinien, Spiegelungen und Zugänglichkeit permanent. Motive entstehen nicht durch Größe, sondern durch Wiederholung und Veränderung.
Meine Meeresbilder aus Husum konzentrieren sich auf diese Feinheiten. Sie zeigen keinen dramatischen Küstenort, sondern eine Stadt am Meer, deren fotografischer Wert im genauen Hinsehen liegt – ruhig, wandelbar und lichtbestimmt.







